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Informationen für die Kanaren Insel El Hierro - Sehenswürdigkeiten

Allgemein


Die Insel El Hierro bietet wunderschöne Landschaftszüge. Ihr Boden ist fruchtbar und es wachsen dort Wälder mit Kiefern, Buchen und Phönizischen Sadelbäumen; diese letzte Art ist übrigens nur auf dieser Insel des Archipels vertreten.

In dem Gebirge gibt es über 1.000 Vulkankrater; um sie herum erscheinen willkürliche Formen, welche von der sich versteinernden Lava gebildet wurden. Diese „Lajeales“, wie sie heute genannt werden, sind etwas phantastisches und für El Hierro ganz Spezielles.

Valverde, die Hauptstadt, ist eine ruhige Ortschaft und das politische sowie administrative Zentrum der Insel. Dort gibt es mehrere Sehenswürdigkeiten, wie das Haus Alfar, wo eine interessante ethnografische Ausstellung zu besichtigen ist und ein Verkaufs- und Ausstellungszentrum für lokales Kunsthandwerk eingerichtet wurde. Ein Besuch solle man unbedingt auch der Kirche von La Concepcion abstatten. Es handelt sich um einen Bau aus dem 1800 Jahrhundert der am Rathhausplatz steht.

Auf der Insel El Hierro sind die Entfernungen zwar nicht groß, aber aufgrund des gebirgigen Reliefs ist es nicht möglich, an einem einzigen Tag mehrere Ausflüge zu machen. Deshalb ist es empfehlenswert, etwas mehr Tage vorzusehen, wenn man alle ihren schönen Winkel kennen lernen möchte.

Einen weiteren Ort, den man unbedingt sehen sollte, ist das Tal von Golfo. Von den Aussichtspunkten von La Peña und Jenama aus hat man einen außergewöhnlich schönen Ausblick auf das Tal. Das ist gelegentlich eine Vertiefung, mit steilen Wänden, in seinem zentralen Teil. Dieser über 14 km große Golf reicht von Los Roques de Salmor bis zu dem Aussichtspunkt El Rincon, auch von Bascos genannt. Die großen rauen Felsformationen sind bis zu 1.000 m hoch; auf ihren Hängen wachsen Bäume sowie andere Pflanzen, und es stehen dort zahlreiche weiße Weiler.

In den berühmten Roques de Salmor, im Nordwesten, lebte noch bis vor nicht allzu langer Zeit eine Art von prähistorischen Eidechsen, die so genannten Rieseneidechsen von Salmor genannt werden und die inzwischen ausgestorben sind. In dem Zentrum zur Wiedergewinnung der Eichechsen wird eine Unterart jener Eidechsen gezüchtet, die als Rieseneidechse von El Hierro bezeichnet wird. Diese Einrichtungen können besichtigt werden, genauso wie auch das Dorf Guinea, eines der ersten Ökomuseen Spaniens.

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Dorf Guinea


Ecomuseo de Guinea auf El Hierro Guinea war einer der ersten Siedlungen, die auf el Hierro gebaut wurden, zusammen mit la Albarrada las Montanetas, nach der spanischen Besiedlung.
Es wäre ursprünglich ein so genanntes Wanderdorf, d.h. die Menschen wohnten normalerweise im Norden der Insel und kamen im Sommer herunter zum Weinmachen und im Winter mit den Tieren.
Damit diese nach den winterlichen Regenfällen das Grünfutter abgrasen konnten. Sie nutzen den Weg la Pena, dem man heute nicht benutzen kann wegen starken Steinschlaggefahr. Das Dorf besteht insgesamt aus 20 Häusern, die mit Trockensteinmauern gebaut sind. Das Dach ist mit Roggenstroh gedeckt und wird mit Seilen am Haus festgehalten, damit es beim starken Wind nicht wegfliegt.

Vier Häuser kann man in dem Museum von innen anschauen, die so eingerichtet sind, dass sie das 17. - 20. Jahrhundert widerspiegeln. Dort kann man genau erkennen, wie die Weiterentwicklung der Bevölkerung el Hierros war.
Es gibt im Dort und im Umkreis ein paar Höhlen, in denen vor der Spanischen Besiedlung die Ureinwohner den "Bachen" wohnten. Die Spanier benutzen die Höhlen, um die Wein zu lagern und um die Tiere unterzubringen.

Das erste Haus, was in dem Dorf Guinea zu besichtigen ist, zeigt die Utensilien und die Möbel aus dem 17. Jahrhundert. So sind die Wände im Innern des Hauses mit einer Mischung aus getrocknetem Kuhmist, Asche und Wasser verputzt. Das Bett ist aus Sardinaholz gebaut. Die Matratzen sind gefüllte Säcke mit getrockneten Kiefernnadeln. Der Lattenrost besteht aus zwischen den Bettseiten gespannten Seilen. Zum Beleuchten wurden bis weit in das 20. Jahrhundert hinein, Kienspäne benutzt. Ab dem 18. Jahrhundert gab es auch Öl und aber dem 20. Jahrhundert Petroleum, aber beides war sehr teuer, und viele Menschen konnten sich das nicht leisten.
Joch, Sichel und Maulkörbe waren für die Arbeitstiere (Esel, Maultiere und Ochsen) gedacht, damit sie die Körner und Samen bei der Ackerbestellung nicht auffraßen. Tisch, Stühle und Feuerstelle sind sehr niedrig angeordnet, weil im 17 Jahrhundert noch in der Hocke gearbeitet wurde. Es liegt dort ebenfalls eine Truhe aus Teakholz, aus einem Stamm herausgearbeitet, um die Nahrungsmittel aufzuheben, da es viele Nagetiere gab. Früher wurde mit jedem Haus auch eine Zisterne gebaut, da es wenn überhaupt nur im Winterhalbjahr regnete. Das Wasser wurde vom Dach, vom Wasserspeicher selbst und von Wasserrinnen den Weg in die Zisterne geleitet und musste für das ganze Jahr reichen.

Ecomuseo de Guinea auf El Hierro Das zweite Haus, was zu besichtigen ist, ist aus dem 18. Jahrhundert nachgebaut Dort gab es schon einen kleinen Garten, wo Baumwolle angepflanzt wurde, die zum Weben gebraucht wurde. Ebenfalls befanden sich eine weitere Kochstelle bereits außerhalb des Hauses und ein kleiner Stall. Das Bett ist ähnlich wie im 17. Jahrhundert.

Das dritte Haus, welches zur Besichtigung freisteht, repräsentiert das 19. Jahrhundert. Es gibt bereits Geschirr und Porzellan, auch Nachttöpfe. Ein Bügeleisen für glühende Holzkohle, bei den Betten gibt es jetzt bereits einen Lattenrost.

Das vierte Haus stammt aus dem 20. Jahrhundert. Zum Unterschied aus den anderen drei Jahrhunderten gibt es bereits nun Aluminiumbesteck und Geschirr, Petroleum, Lampen, Fenster, welches jedoch ein Zeichen für relativ wohlhabende Familien ist, da das Teuerste beim Bau eines Hauses ist.

Küchen außerhalb des Hauses gibt es vereinzelt schon ab dem 19.Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert hat dann doch quasi jedes Haus seine Küche in einem extra Raum. Diese wird nicht verputzt, damit der Rauch besser abziehen kann. Im 20. Jahrhundert gibt es bereits auch Flachdächer " Azotea", die in el Hierro mit Balken aus Tea oder Kiefernholz, darauf eine Schicht Sabinerhölzer, oben drauf eine Schicht Erde und Steine und zum Schluss Kalk und mit Zement gebaut wurden.

Gofio-Mühlen gibt es ebenfalls. Gofia ist das Hauptnahrungsmittel der Ureinwohner. Damals gab es lediglich nur Gerste und Weizen, später wurden durch die Spanier auch andere Getreidearten eingeführt, zuerst wurden dann die Körner geröstet, gemahlen, in dem man mit dem Stock den oberen auf den unteren Stein drehte. Es gibt verschiedene Gofio-Rezepte.
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